Milieu oder Mikrobe

Milieu oder Mikrobe

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00:00:01: Hallo zusammen, da draußen herzlich willkommen.

00:00:20: Hallo Jens!

00:00:22: Ja hallo Axel moin moin grüß Gott in die Runde.

00:00:26: freue mich auf den zweiten Teil.

00:00:29: Ja, auf jeden Fall.

00:00:31: Zweiten Teil zu unserer kleinen Folge Darm Coaching.

00:00:37: für diejenigen unter euch, die gerade das erste Mal rein hören oder die zweite Folge jetzt als erstes hören bitte schaut nochmal oder hört euch die erste Folge an.

00:00:46: wir haben da die Basis das Basis Wissen zum Darm gelegt und ich habe den Jens auch da ganz ausführlich vorgestellt Und freue mich natürlich heute auch wieder den Jenz als Gast zu haben.

00:00:59: Und wir bleiben noch bei seinem Buch, dass Darmcoaching erlernen und gezielt anwenden für ein gesundes Mikrobiom, Diagnostik, Laboranalyse und Therapiepläne.

00:01:12: Wir hatten in der letzten Folge so ein paar Basics die Basis zum Darm geschaffen und wollen heute mal auf so konkrete Beschwerdebilder, konkrete Erkrankungen des Darms eingehen und was man auch tun kann.

00:01:28: Und wer hat beim letzten Mal schon gesagt, in dem Buch findet ihr konkrete Fahrpläne oder auch Checklisten zu verschiedenen Beschwerdebildern und da steigen wir heute mal ein.

00:01:42: Jens, ich habe einen Stichwort das wir noch einmal vorher klären müssen und zwar in diesem Zusammenhang heißt es irgendwie immer nutrition first.

00:01:54: Was meint das, bevor wir uns irgendwie mit irgendwelchen Beschwerdebildern beschäftigen?

00:02:00: Ja, gutes Stichwort.

00:02:01: Ich habe ganz bewusst ein ganzes Kapitel dazu im Buch nutrition first.

00:02:06: damit will ich ausdrücken und es hat so ein bisschen damit zu tun dass wir natürlich heute sehr viel mit Mikronährstoffen arbeiten dass wir heute wenn wir Instagram mal aufschlagen und durch die Timeline gehen dass wir das Gefühl haben Wir haben nur noch Pillen auf dem Teller Das war ja mal als Nahrungsergänzung gedacht, die ganzen Tabletten und Kapseln und Formulierungen usw.

00:02:33: Und heute haben wir das Gefühl, dass ein Riesenmarkt geworden ist.

00:02:36: Ich will das gar nicht negativ ausdrücken weil ich arbeite selber seit zwanzig Jahren mit Mikro-Nährstoffen.

00:02:44: aber Nutrition First beschreibt eben, dass sie uns erst die Ernährung angucken und dann überlegen wo kann ich jetzt oder wo muss ich sogar ergänzen?

00:02:53: Wo muss ich supplementieren, weil unsere Ernährung eben – und das haben wir im ersten Podcast ja besprochen – diese essentiellen Nährstoffe nicht in ausreichendem Angebot mehr liefern kann.

00:03:05: Da könnte man jetzt vieles diskutieren.

00:03:07: Wir haben heute eine sehr exzensive Landwirtschaft.

00:03:13: den Einsatz von Bioziden in der Landwirtschaft und so weiter, sodass eben Pflanzen heute gar nicht mehr zum Beispiel die sekundären Pflanzenstoffe produzieren müssen, die man in der Natur produzieren muss um sich gegen Schädlinge zu wehrzusetzen.

00:03:30: Das übernimmt sozusagen jetzt die agrochemische Industrie und dadurch haben sich natürlich auch die Lebens- und Nahrungsmittel verändert.

00:03:39: Die Böden haben sich verändert oder haben zum Teil eben schon immer selenarme Produkte produziert.

00:03:50: Und so haben wir hier nach dem, wo wir leben... Klar heute können wir im Supermarkt natürlich uns praktisch zu jeder Tag- und Nachtzeit mit Kiwis, mit Zitrusfrüchten und was auch immer bedienen.

00:04:01: aber die Natur gibt es ja normal nicht her.

00:04:05: Deshalb macht das auch Sinn dass man Nahrung ergänzt.

00:04:10: an der ein oder anderen Stelle und das habe ich eben in diesem Kapitel nochmal ganz klar und deutlich versucht zu beschreiben, dass man bei der ganzen Nahrungsergänzung.

00:04:19: Bei den ganzen vielen Mikronährstoffpälbsen die da draußen rumlaufen und ihr ständig versuchen irgendwelche Präparate ans Bein zu nageln wollte schon sagen also anzupreisten.

00:04:33: Dass man dabei immer im Hinterkopf haben muss guckt erstmal auf die Ernährung, versucht erst mal die Ernärung zu optimieren und wenn dann noch die ein oder andere Ergänzung notwendig ist.

00:04:45: Dann gehen wir natürlich in die Mikronährstoffen mitziehen Und das macht ja auch wirklich Sinn und dann wird es für mich auch seriös.

00:04:51: Also Nutrition First erst sich die tägliche Ernährungen anschauen.

00:04:57: wo kann ich die optimieren?

00:04:59: vielleicht mal eine Ernährungsdokumentation betreiben.

00:05:02: Das habe ich auch in dem Buch beschrieben Das kann man mit Apps machen, das kann man aber auch ganz handschriftlich machen.

00:05:09: Zu mir kommen viele Kunden, Klienten und Patienten die eben so machen wie sie es für richtig halten.

00:05:14: Ich habe ältere Semester, die machen das vielleicht noch handschriftlich.

00:05:18: der Neffel macht dann vielleicht ein Foto vom Blatt und dann bekomme ich das digital zugeschickt.

00:05:24: andere wiederum jüngere Leute nutzen dann Apps tragen alles ein rechnen jedes Milligramm, Mikrogramm aus oder lassen es durch die Apps ausrechnen.

00:05:35: Das kann man heute alles machen.

00:05:37: Im nächsten Schritt ist dann natürlich die KI Auswertung.

00:05:41: auch das ist schon sehr weit vorgedrungen dass man heute nur noch Fotos macht von Tellern diese diese Fotos dann hoch lädt in einer KI und die KI dann relativ genau heute schon diesen Teller in Mengenangaben in Mikronehrstoff Dosierung säzieren kann.

00:05:58: Es ist schon wirklich phänomenal was da passiert Und ich gebe dem Ganzen noch vielleicht ein, zwei oder drei Jahre.

00:06:05: Das nähert sich der Perfektion unglaublich schnell an während der Sportler Jahre braucht um irgendwann perfekt Tennis zu spielen.

00:06:14: Ich erinnere mich gerade an diesen Spruch von Roger Federer, der gesagt hat Es sieht ja nur so leicht aus im Fernsehen weil wir so viele Jahre jeden Tag zweimal am Tag dreimal am tag trainiert haben.

00:06:29: Wir lassen es leicht aussehen Aber so funktioniert es ja eben für Millionen von Tennis-Spielern nicht, die jeden Tag die Keule schwingen und versuchen geben auch perfekt zu werden.

00:06:40: Und so muss man das hier an dieser Stelle sehen.

00:06:44: Da fällt mir auch ein schöner Spruch noch dazu ein der kann man auf Ernährung übertragen sich damit zu beschäftigen und alles ist schwer bevor's leicht wird.

00:06:55: So ist es Jens Werden schon mal über die

00:06:59: Leitartileinsätze noch dazu und das kann ich auch nachvollziehen.

00:07:04: Das Problem ist ja, dass heute so viel Information zur Verfügung steht über Bücher, die jede Woche rauskommen, über die Ernährungs-Docs, über Podcasts, was auch immer und da draußen die Leute, die dann konkret ihre Ernährung verändern wollen bestimmte Gesundheitsstörungen haben, dass die natürlich heute total frustriert sind.

00:07:29: Weil sie in einem Dschungel von Informationen sich bewegen wo dann vielleicht auch der Effekt entsteht.

00:07:35: naja hier sagt ja jede Woche jeder Experte was anderes.

00:07:39: Was soll ich denn jetzt glauben?

00:07:41: Dann mache eben das was ich persönlich für richtig halte und Der Laie kann das nicht immer so genau differenzieren, ob das jetzt besonders gesund ist.

00:07:50: Ich gebe mal ein Beispiel.

00:07:51: Vor letzter Woche hatte ich eine junge Dame, die schon relativ gut eingelesen war in das Thema, die aber jeden Morgen Crunch Müsli ist und dann habe hier erzählt wie Crunch Muesli hergestellt wird.

00:08:07: Ich wette mit dir heute morgen steht die junge Dame irgendwo im Reformhaus und wird sich keine Crunch-Müsli Packung in den Wagen legen.

00:08:19: Das glaube ich allerdings auch.

00:08:21: So, wir hatten bei der letzten Folge schon mal kurz angeteasert dass in deinem Buch viele Checklisten und auch Fahrpläne für konkrete Beschwerdebilder dabei sind.

00:08:34: Und von diesen vielen Beschwerdebildern des Darmes, wir können halt nicht alle hier in dem Podcast besprechen.

00:08:41: Wir werden bestimmt noch mal das eine oder andere Thema im Extra-Podcast machen weil es ganz viele interessante Themen dabei sind.

00:08:49: aber ich denke mal so zwei drei Themen können wir mal hier anreißen.

00:08:54: und da habe ich mir als erstes den Reizdarm rausgesucht.

00:08:59: Jens, kannst du da mal drauf eingehen?

00:09:04: Vielleicht auf typische Beschwerden, auf typisch Symptome.

00:09:07: Weil das hat vielleicht schon jeder mal so ein bisschen erlebt.

00:09:10: und was kann man da tun?

00:09:12: Und wozu dienen dann auch deine Checklisten- und Fahrpläne um von diesem Reizdarmsyndrom wieder wegzukommen?

00:09:20: Es gibt Schulmedizin nicht ganz klare Definitionen vom Reizdam.

00:09:24: Es gibt auch unterschiedliche Klassifizierungen.

00:09:27: Wir haben dich jetzt nicht drauf eingehen.

00:09:29: Es ist ja immer das Thema, was merkt der Mensch?

00:09:32: Was spürt den Mensch.

00:09:33: Was läuft hier irgendwie falsch?

00:09:35: und es ist dann ein Konglomerat aus unterschiedlichsten Symptomen die sich generieren auf bestimmte Mahlzeiten, auf bestimmten Lebensmittel, Auf bestimmte Lebensmittel Inhaltsstoffe wo man eben merkt Irgendwas läuft hier schief.

00:09:51: ich habe Völlegefühl Ich hab Blähungen Ich hab dünnen Stuhl Verstopfung, ich habe übel riechende Gase.

00:10:01: Ich habe Schmerzen vielleicht auch.

00:10:07: Der Darm besteht ja aus Muskulaturen und der Ausdiopath kennt das zum Beispiel wenn er sich den Bauchraum so ein bisschen vortastet dann merkt er dass bei dem anderen Patienten eben die Darmschlingen sehr stark angespannt sind Weil wenn der Darm unter Stress kommt, dann löst dieser Stress natürlich eine Muskelspannung aus.

00:10:29: Und das ist ja eben nicht diese Muskel-Spannung die wir vom Anspannen des Biceps kennen sondern das funktioniert autonom.

00:10:35: Das heißt wir haben will und nicht gar keinen guten Einfluss darauf.

00:10:40: Und dass sind die Konsequenzen die man dann erkennt oder die jeder einzelne erkennt wo wir als Experte überlegen müssen.

00:10:49: okay was steckt denn jetzt genau dahinter?

00:10:50: Ich würde nicht sagen, Reizdarm ist eine Verlegenheitsdiagnose, sondern Reizdam ist mehr so eine Bündeldiagnosse die nicht zwingend Morboskronen oder Kulitis ulcerosa ist.

00:11:04: Um mal die beiden wichtigsten Erkrankungsarten im Darm zu nennen und wo es eben immer wieder auch zu reizen kommt.

00:11:14: Wir hatten ja in der ersten Sendung schon gesagt dass ein Großteil des Immunsystems im Damm liegt Und der Darm hat einen ganz bestimmten Aufbau.

00:11:23: Wir haben oben die Bakterien, wir haben das Mikrobiom, dann darunter haben wir die Schleimhaut eine hoffentlich sehr jungfreuliche, eine sehr dicke Schleimbhaut, die sich immer wieder jeden Tag auch neu aufbaut.

00:11:37: Darunter haben in der Ebene... Das ist dann die Ebene der darmbarriere Zellen, die spezielle Namen haben will ich jetzt nicht zu fachlich erklären und dahinter unter Zwischen und in der Schleimhaut-Barriere befinden sich Immunzellen.

00:11:56: Und die Immunzeilen müssen natürlich toxische Moleküle, die müssen auf zum Beispiel toxische Proteine, müssen die geeicht sein und müssen diese Informationen dann an das System dahinter weitergeben weil unser darm assoziiertes Immunsystem eben viele Möglichkeiten oder einige Möglichkeiten hat diese Fremdstoffe abzuwehren.

00:12:20: Zum Beispiel eben Übelkeit erbrechen ist eine Abwehrsituation oder Abwehrreaktion.

00:12:26: Dinnerstuhl kann eine Abwehreaktions sein, kann natürlich auch eine Verdauungsproblematik sein.

00:12:32: Das muss man dann sich genauer anschauen.

00:12:34: Oder wir kennen zum Beispiel die Histaminreaktionen.

00:12:38: Viele Zuhörer haben schon mal die Histamienintoleranz gehört.

00:12:42: Ich habe in dem Buch beschrieben dass die Histamineintolerance eigentlich eine falsche Begrifflichkeit ist.

00:12:47: Warum ist das so?

00:12:49: weil Histamin eine natürliche Substanz ist, die wir selber herstellen und wenn man eine Substanz selber herstellt kann man nicht allergisch darauf reagieren.

00:13:01: Deswegen habe ich das als Histaminose beschrieben also als ein Zustand wo halt vermehrt Histamin ausgeschüttet wird, wo vielleicht aber auch vermehrthistaminreiche Lebensmittel gegessen werden und wo es dadurch zu einem Bottleneck kommt, das heißt an einem Flaschenhalsproblem.

00:13:20: Wir haben jetzt zu viel Histamin in der Nahrung und zu viele Histaminproduktionen im damassenzierten Immunsystem.

00:13:28: Und wir haben gegebenenfalls auch noch ein Problem mit unseren DAO.

00:13:32: Die DAO ist das Enzym was Histamin wieder abbaut.

00:13:36: Denn Histamin hat sehr viele unterschiedliche Funktionen und es darf natürlich immer nur kurz aktiv sein und dann muss sich das wieder abbauen.

00:13:45: wenn uns aber hier einen Enzym fehlt entweder genetisch oder sekundär, durch zum Beispiel Entzündungen im Darm.

00:13:52: Dann kann das ganze System natürlich auf Gefechtstellung programmiert sein und diese Gefechtsstellung könnte man jetzt z.B.

00:14:02: als Reizdarm auch bezeichnen.

00:14:03: Das heißt immer wieder gibt es Reize.

00:14:06: Das können jetzt entweder natürliche Inhaltsstoffe, Nahrungsinhaltsstoffe sein weil sie vielleicht schlecht hergestellt wurden Oder weil sie sehr glutenhaltig sind.

00:14:18: Gluten ist ein Protein, wir kennen alle heute die glutenarme Ernährung oder die glutenfreie Ernährungen, ist ein protein wo ich immer sage das eigentlich im prinzip jeder mensch drauf oder reagiert darauf toxisch.

00:14:36: nur der eine mehr der andere weniger.

00:14:38: Wir haben heute sehr viele Backwaren, die heute sehr schnell hergestellt werden.

00:14:43: Früher hat man Backware noch in der Backstube gemacht und man hat sehr viel Natur-Sauerteig genutzt

00:14:48: usw.,

00:14:49: wodurch eben dieses toxische Protein abgebaut wurde durch Fermentationsprozesse.

00:14:55: Das heißt mit anderen Worten unsere Großeltern, unsere Urgroßeltern haben viel weniger Gluten aufgenommen als wir das heute tun Und dadurch ist es gar nicht erst zu dieser Reiz Situation gekommen, denn wenig Substrat, wenig Reiz.

00:15:11: Viel Substrat viel Reiz!

00:15:13: So und die Detektivarbeit, die wir machen im Damcoaching in der Dambehandlung, Damtherapie, Damsanierung wie auch immer man das bezeichnen möchte ist eben herauszufinden wie ein Tatort am Sonntag kennt auch jeder.

00:15:29: Zwanziger fünfzehn es gibt eine Leiche niemand weiß wer der Mörder ist sondern braucht es anderthalb Stunden bis man immer weiter eingrenzt Wer dieser Personenkreis sein könnte, der letztendlich diesen Reiz oder in diesem Fall diesen Mord ausgeübt hat.

00:15:44: So und das ist so diese Arbeit die ich und viele andere Damen Experten jeden Tag jede Woche durchführen denn es ist nicht immer gleich.

00:15:54: Der eine reagiert auf das mehr, der andere reagiert auch jenes mehr.

00:15:58: Wir haben bestimmte Laboranalytiken, die ich auch alle im Buch beschrieben habe, die wir dazu rate ziehen können.

00:16:04: allerdings und das will sich an dieser Stelle auch sagen Heute nutzen sehr viele schon ohne je einen Arzt oder ein Therapeut gesehen zu haben, schon die Möglichkeiten der Laboranalytik.

00:16:19: Das heißt es gibt große Plattformen.

00:16:21: da kann man sich zum Beispiel Mikrobiometests bestellen dann kann man die ganze Familie durchtesten und dann hat man ein schönes Ergebnis und kann nichts damit anfangen.

00:16:32: Und da versucht mein Buch jetzt ein bisschen Licht in den Tunnel zu bringen, so die wesentlichen Parameter, die man dort identifizieren kann.

00:16:41: Die man interpretieren kann dass man Informationen daraus generiert.

00:16:46: auf der anderen Seite ist aber ja eigentlich die Vorgehensweise eine andere.

00:16:51: Sondern man macht erst einer anderen Nese, man guckt sich erst die Symptome an und dann versucht man mit Laboranalytik zu verifizieren, was ist jetzt eigentlich wirklich los?

00:17:02: Ist das Schleimort betroffen?

00:17:04: oder ist das Mikrobiom betroffen?

00:17:05: Haben wir einen Lickigatz-Situationen?

00:17:08: Haben wie ein ständiges Reizreaktion durch das damassozierte Immunsystem?

00:17:15: Dann geht es ins Detail!

00:17:18: Du hast jetzt schon viele Sachen vorweggenommen, die ich eigentlich noch als Frage habe.

00:17:21: Aber wir waren ja beim Reizdarm.

00:17:23: Du hast Histamien angesprochen und jetzt gerade am Ende noch ein Stichwort Leaky Gut.

00:17:30: Das ist auch so ein Beschwerdebild das im Moment so empfinde ich dass so in vieler Munde es nicht in aller aber in vielermunde ist.

00:17:38: kannst du uns da mal mitnehmen was meint leaky gut genau?

00:17:43: Ich bin ja Politiker.

00:17:44: Ich antworte nicht immer direkt auf deine Fragen, du kennst das schon?

00:17:47: Wie

00:17:47: immer!

00:17:52: Lickigart kann man natürlich messen.

00:17:54: Es ist jetzt keine ganz klare Diagnose Sondern es ist eher ein Phänomen Und es ist auch nichts in Stein gemeißelt.

00:18:04: Früher als ich im Reerzentrum gearbeitet habe da kam die Leute immer zu mir Axel dann haben gesagt Herr Fräse ich hab einen Bandscheibenvorfall.

00:18:12: und dann habe ich gefragt Ja wann hatten sie denn den Bandschreibenvorfall?

00:18:16: Ja, Ninzehnhundert zwollnachtzig.

00:18:19: Und habe ich damals gesagt ja was liegt da jetzt zwanzig Jahre zurück?

00:18:23: Jaja aber sie müssen aufpassen hier beim Training weil ich hab ja einen Bandscheibenvorfall.

00:18:27: und dann habe ich wieder gefragt Sie haben jetzt seit zwanzich Jahren ein Bandschabenvorfall.

00:18:32: Jaja, dann habe Ich damals gesagt naja es gibt eine Wundheilung Es gibt eine Reparatur im Körper und ich kann mir ganz schwer nur vorstellen dass sie jetzt in zwanzisch jahren keine Reparaturen ihrer Bandsscheibe hatten.

00:18:48: Ach so, was wollen Sie denn damit sagen?

00:18:50: Du verstehst worauf ich hinaus will.

00:18:52: Wenn man ein Leaky Guts hat dann hat man dieses Leaky-Gut nicht jahrelang sondern es ist eine Situation die man hat die man ständig optimieren verbessern aber auch natürlich deutlich verschlechtern kann.

00:19:05: und darum geht es dann eben dass diese leaky gut Situationen können wir gleich noch ein bisschen stärker darauf eingehen?

00:19:10: das wird immer mehr entschärfen und immer mehr abbauen und leider zeigt uns Die Statistik zeigt uns auch das Aufkommen an klienten Patienten, dass das Gegenteil der Fall ist.

00:19:25: Wir werden so ein paar Zahlen in den Raum schmeißen und ich habe die Zahlen im Buch natürlich noch deutlich ausgeweitet dargestellt.

00:19:34: wir haben heute eine wirklich alarmierende Situation.

00:19:39: Welche?

00:19:41: Wir kennen alle das Darmkrebs Screening also die Darm Krebs Vorsorge Und die hat ja dazu geführt, dass wir immerhin keine Steigerung mehr der Prävalenzen haben.

00:19:54: Also das Aufkommens von oder Inzidenzen muss man sagen.

00:19:59: Das Aufkommen von mehr und mehr Darmkrebsfällen bezogen auf den Jahrgang Fünfzig, Sechzig da wo man typischerweise eben die Darmspiegelung macht.

00:20:11: Das Problem ist es verlagert sich immer mehr in die jüngeren Jahrgänge.

00:20:17: Ende dreißig und da ist diese Diagnostik noch nicht.

00:20:21: Oder da greift die Diagnostic noch nicht?

00:20:24: So, das ist natürlich insofern ein Problem wenn die Patienten immer jünger werden Dann dann Darmkrebs.

00:20:32: du merkst den Darm Krebs nicht sofort der baut sich auf.

00:20:35: Es bauen sich Polypen auf.

00:20:37: Diese Polypen kann man in einer Darmspiegelung sehen.

00:20:39: Die kann man dann eliminieren und haben sozusagen die Vorstadien von einem Darmtumor dann beseitigt.

00:20:47: Und wenn die Patienten immer jünger werden, dann können wir sie sozusagen über dieses Screening nicht mehr greifen.

00:20:56: Das ist insofern ein Problem und das sehen wir auch an den Statistiken, dass eben mit den Jahrgängen im Jahrhundert immer mehr Darmkrebsfälle auftreten.

00:21:09: Wir haben inzwischen ungefähr zwei Millionen Darm Krebsfelle pro Jahr auf der Welt.

00:21:17: Und eine Million etwa sterben jedes Jahr daran.

00:21:21: und das könnten wir alles vermeiden, wenn wir dafür sorgen würden dass eben der Darm nicht entzündlich ernährt wird.

00:21:28: Ich gehe gleich noch mal ein bisschen mehr darauf ein.

00:21:30: die IAC Das ist eine Gruppe oder eine Organisation.

00:21:35: im Rahmen der Weltgesundheitsorganisation haben wir glaube ich auch schon ein zweimal gesprochen.

00:21:39: Die hat prognostiziert bis zwei tausend vierzig wird sich das weiter steigern auf drei Millionen Fälle.

00:21:46: Das heißt, wir haben eine jährliche Neuerkrankungsrate um etwa sechsundfünfzig Prozent.

00:21:54: So das ist wirklich alarmierend die Todesfallrate sogar um neunundsechzig Prozent gesteigert und da müssen wir uns an dieser Stelle wirklich Gedanken machen.

00:22:04: wie wird es auch gesellschaftlich besser in den Griff bekommen?

00:22:07: Deswegen sollte dieses Dam Coaching Buch was ich geschrieben habe viele andere Kollegen haben andere Bücher dazu geschrieben ja es gibt reichlich Literatur dazu, sollten eben nicht nur die Sechzigjährigen lesen.

00:22:18: Sondern sollten die Dreißig- und die Zwanzigjährige lesen?

00:22:22: Ja wir müssen früher mit dem Thema anfangen.

00:22:23: Wir müssen früher sensibilisieren!

00:22:25: Wir müssen Früher in die Prävention, in die Preventivmedizin gehen damit diese Themen erst gar nicht aufkommen und wir dann nicht ja in diese Problematiken hineinlaufen.

00:22:39: Und Darmkrebs ist eine große Erkrankungsart, wir haben zwei weitere große Erkrankungsarten und das ist der Morbus Crohn.

00:22:47: Und das ist die Colitis Ulcerosa.

00:22:50: Hier auch noch mal so zwei drei Zahlen genannt Wir haben ungefähr sechshundertfünfzigtausend Betroffene in Deutschland Davon sind zweieinhalbfünfzigtausende Morbus Cronen vierhunderttausenden Colitis Fälle.

00:23:03: Ein kurzer erklären wo der Unterschied ist ist eine entzündliche Situation, die sich im ganzen Darmtrakt widerspielen kann.

00:23:12: In bestimmten Darm-Abschnitten während die Kulitis eine Entzündung ist exklusiv in dem Bereich der Schleimhaut und deswegen – das ist jetzt mit einem Ausrufezeichen gesagt – deswegen ist die KULITIS aus meiner Sicht auch so leicht durch Ernährungstherapie zu behandeln.

00:23:34: So leicht!

00:23:34: Weil wenn ich keine Reize mehr gebe auf die Darmschleimhaut Dann muss die Darmschleimer auch nicht mehr entzündlich reagieren.

00:23:43: Und das lässt sich relativ schnell und gut regulieren, da wird jetzt der Gastroenterologe hellhörig werden und sagen... Das steht aber in unseren Light-Linien ganz anders?

00:23:54: Das stimmt auch!

00:23:56: Denn wenn man sich die Light-linien anguckt – der Gasteroenterologie zum Thema Kulitis ulcerosa – dann findet man dort einen kleinen Mikroabschnitt in diesem bei den Sechzig oder Achtzigseitigen Pumphlete zum Thema Ernährung.

00:24:09: Und das steht da drin.

00:24:11: Es gibt keine Ernährung, die man explizit den Patienten empfehlen könnte.

00:24:17: So, da können wir jetzt auch eine Stunde darüber diskutieren, aber ich interpretiere das mal.

00:24:22: Warum wird es so gesagt?

00:24:24: Warum wird der Ernährungen dort keinen größeren Raum gewährt?

00:24:29: Das hängt damit zusammen, dass es eben keine wirkliche evidenzbasierte Antikulitis-Ernährung gibt.

00:24:39: Da bin ich gerade daran eine zu entwickeln, weil ich schon so viele Kulitisfälle hatte die ich dann über Mikronährstoffe und Ernährungsumstellung entsprechend weiterhelfen konnte.

00:24:52: Weil das ist ja auch logisch, bleiben wir mal in diesem Bild was ich immer ganz gerne bemühe wenn ich immer wieder Öl ins Feuer gieße, immer wieder die Schleimhaut anzündet, dann ist es doch klar dass die SchLEIMHAUT auch anti-entzündlich bleibt.

00:25:08: Ist doch logisch!

00:25:09: So, wenn ich also nichts verändere und der glaube war es nicht Sigmund Freud sondern wer hat diesen Spruch gesagt.

00:25:18: Wenn wir immer das Gleiche tun und glauben dass wir andere Ergebnisse bekommen

00:25:22: Einstein

00:25:23: ein Stein Albert Einstein war es genau so dann Dann machen wir natürlich an dieser Stelle den Fehler.

00:25:28: Wir müssen etwas verändern im System Und zwar in dem system was wir auf dem Teller In unserem Magen-Darm Trakt Der Schleimhaut und die Mikroviolen präsentieren.

00:25:38: und wenn wir das Nicht Änder Dann bleiben wir abhängig von anti-entzündlichen Medikamenten.

00:25:44: Das muss man so klipp und klar sagen, wenn man etwas verändern will dann kann man das tun zb mit einem Coach zum Beispiel wird ein Buch oder einen Therapeuten das muss man sich dann aussuchen.

00:25:57: aber ich sage es nochmal klipping klar die Schleimhaut wird durch sogenannte Becherzellen diese Becher Zellen liegen in der Darmbarriere wird jeden tag immer wieder neu produziert Und wir müssen eben da eine Situation schaffen, dass die alte Schleimhaut abgebaut wird und neue jungfreuliche Schleimbhaut sich jeden Tag wieder neu produzieren kann.

00:26:20: Wenn wir das nicht schaffen dann wird dieses System immer entzündlich bleiben und wie gesagt dann brauchen wir eben ja anti-entzündliche Präparate Medikamente, die in der Gastroenterologie verschrieben werden um eben das Leben angenehmer zu gestalten.

00:26:38: Damit lösen wir das Problem nicht, aber wir lindern sozusagen die Beschwerden wie dadurch entstehend.

00:26:48: Auch das habe ich im Buch beschrieben.

00:26:49: und auch dass Axel deshalb haben wir diesen Podcast Milieu oder Mikrobe genannt.

00:26:56: Das will ich jetzt vielleicht auch nochmal sagen weil der das Buch beginnt genau mit diesem Thema denn das ist eine Anschauung wie wir den Organismus die Biologie des Menschen eben betrachten.

00:27:07: Wir können auf der einen Seite Mikroben bekämpfen.

00:27:11: Wenn wir ein pathogenes Bakterium haben und das löst eine Schwellung aus, das löste eine Entzündung aus oder eine Infektion aus dann werden wir natürlich blöd wenn wir das nicht nutzen würden was wir haben nämlich Antibiotika.

00:27:26: Auf der anderen seite wenn wir es zu häufig nutzen müssen wir die Kollateraleffekte im Blick haben Müssen.

00:27:33: wir verstehen dass wir damit eben unsere ganze Mikroökologie im Darm, aber nicht nur im Darn sondern auch auf der Haut und überall wo Bakterien am Körper um den Körper herum schlummern.

00:27:45: Dass wir diese Schutzbarriere unserer Symbiontischen Mikroben massiv stören und beeinträchtigen.

00:27:56: Und das ist vielleicht so ein Grundsatz dem man hier aus dem Podcast unbedingt mitnehmen sollte.

00:28:02: Stört nicht täglich eure Mikroben, die euch eigentlich wirklich schützen wollen.

00:28:09: Deswegen haben wir den Podcast Milieu oder Mikrobe genannt.

00:28:12: Die Mikrobe brauchen ein bestimmtes Milieu um dort leben zu können und sich fysiologisch ausbreiten zu können.

00:28:19: Und dieses Milieu müssen wir herstellen durch Lebensstil, durch Ernährung, natürliche Nahrungsmittel, naturbelassene Lebensmittel.

00:28:29: Das ist eben etwas Achsel, was wir heute so nicht mehr betreiben wenn wir täglich uns aus Supermärkten ernähren.

00:28:36: Die im größten Teil heute Convenience-Food Produkte anbieten verpackte Lebensmittelanbieten Rezepturen anbieten die zum teil aus der Lebensmitteltechnologie kommen wo wir eben sehr viele Inhaltsstoffe finden die man in der Natur gar nicht kippt die also synthetisch sind.

00:28:55: Du hast ja schon gesagt, du bist Politiker und hast deshalb meine Fragen nicht ganz beantwortet.

00:29:00: Deshalb versuche ich das nochmal weil das gehört mit zum Buch dazu und zwar du hast Checklisten- und Fahrpläne in deinem Buch.

00:29:11: was machen genau diese Checklisten?

00:29:13: Und was kann ich mit den Fahrplännen anfangen damit die Zuhörer auch wissen wenn sie das Buch haben was Sie damit anfangen können?

00:29:23: Ja, ich habe reinweise Checklisten eingebaut für zum Beispiel Blähungen, Sodbrennen und Dyspiosen.

00:29:30: Also wenn man eine Darndyspiosa hat also einen Acker wo man gerade den schönen mikrobeellen Rasen reduziert hat dann zu Obstipation also Verstopfung zur Durchfall Situation zu leaky.

00:29:44: gut können wir gleich nochmal kurz übersprechen was das eigentlich ist.

00:29:48: Schleimorddegeneration haben wir gerade erwähnt bei Kulitis Ulcerosa beispielsweise dann bei Mikrobiomstörungen, bei SIBO, bei der Small Intestine Bacterial Overgrowth also bei diesem Phänomen wo praktisch Darmbakterien aus dem Dickdarm in den Dünndarm einwandern.

00:30:10: Dann zu Pilzinfektionen, zur Übergewicht, zur Histaminreaktion, zur Geilensäurenverlustzentrum und ich habe da eine ganze Menge Holz eingebaut.

00:30:20: Stopp mal kurz.

00:30:21: Wir haben mit dem Buch auch ein Jahr gedauert.

00:30:24: Ja, stopp mal kurz!

00:30:25: Wie muss ich mir die Checklisten vorstellen?

00:30:28: Ich gehe diese Liste durch und aufgrund verschiedener Symptome, verschiedener Fragestellungen von dir.

00:30:35: checke ich selber oder kann ich selber abchecken ob ich einen Reizdamm habe, ob ich eine Histaminunverträglichkeit habe, Die

00:30:49: Tests sind in dem Kapitel vorher alle gezeigt worden, also welche Tests man wann benutzt und in den Checklisten habe ich dann zusammengestellt.

00:30:57: für den Gesundheitsoptimierer.

00:31:04: Also der sich selbst Coaching will für den Therapeuten eben auch für Fachleute ein großes Raster.

00:31:13: Was brauch ich denn jetzt?

00:31:14: Brauche ich Probiotika, brauche ich Präbiotica, braue ich Prosbiotiker, brauere ich Symbiotika.

00:31:20: Braue ich Ballerstoffe... was brauche Ich tatsächlich!

00:31:23: Was macht man am Anfang?

00:31:24: Was macht Man am Anfang nicht?

00:31:26: Was schleicht man langsam ein?

00:31:28: Was schleicht man dann vielleicht aus?

00:31:30: Welche Ernährung sollte ich vielleicht hier in den ersten Wochen aufbauen und so weiter?

00:31:37: also dass man eine Art, ich nenne es immer Fahrplan hat ja an dem man sich orientieren kann.

00:31:43: Ich habe in diesen Checklists nicht eingebaut, welches Präbiotikum von welcher Marke man kaufen sollte.

00:31:49: Es ist also kein Werbebuch sondern das ist wirklich ein Fahrplan für die Eigensanierung seiner Damen Situation und damit natürlich auch der Beseitigung von verschiedenen Symptomen.

00:32:04: wie man die einzelnen Dinge testet, das ist in einem großen Kapitel beschrieben.

00:32:10: Welche Testmöglichkeiten wir haben?

00:32:12: Welche Laboranalytik man zur Verfügung hat, welche an der einen oder anderen Stelle Sinn macht und welche vielleicht auch weniger Sinn machen, wo wir vielleicht noch mehr Informationen brauchen aus der Laboranalytik denn heute sind ja zum Beispiel die Mikrobiomanalysen sehr on vogue.

00:32:29: Das hängt damit zusammen Axel dass wir über diese PCR-Methodik, die ja jeder noch aus der Corona Zeit kennt.

00:32:37: Im Grunde jeden Krümel.

00:32:39: Jeden Krümellbakterium den wir im Darm haben können wir mit der PCR- Methodik letztendlich sichtbar machen und dann fängt es eigentlich hier die Lämmer an.

00:32:48: denn sichtbaren Machen heißt eben auch nicht interpretieren können so und wir haben ja bei Corona auch gelernt wenn man positiv ist heisst das nicht dass man eine Infektion hat.

00:33:03: Also SARS-CoV-II positiv hieß jetzt nicht, man ist auch gleichzeitig infektiös oder man hat gerade eine Infektion.

00:33:13: Und das ist eben der PCR oder diese PCR Methode, die habe ich da auch ein bisschen näher beschrieben in dem Buch, die eigentlich eine fantastische Errungenschaft ist auf der einen Seite und auf der anderen Seite natürlich viele neue Fragen generiert hat.

00:33:28: denn wir wissen eben bei diesen vielen Hunderttausenden Bakterien-Gattungen zum Teil eben noch gar nicht genau, was machen die eigentlich?

00:33:36: Denn wir müssen das wie so ein Klaviertastensystem betrachten.

00:33:41: Also wie ein Klavier.

00:33:42: Wir kennen alle die Tasten und wissen welcher Ton da rauskommt aber wir wissen nicht, wie die Melodie letztendlich gespielt wird.

00:33:49: Denn die Bakterie in der Unten in unserem Darm spielen ihre ganz eigenen Melodie.

00:33:56: Okay!

00:33:57: Also ihr hört ein super interessantes Buch, werdet uns in der ersten Folge erwähnt über dreihundert Seiten.

00:34:04: Ganz viele Checklisten, Fahrpläne, Tests sind da drin.

00:34:08: Jens zum Abschluss lassen wir es nochmal einmal kurz auf den Leaky-Gut schauen weil du hast gesagt das erklären wir noch ganz kurz damit wir auch einen Abschluss haben und unseren Zuhörern natürlich auch das geben was wir versprochen haben.

00:34:22: Du hattest nämlich gesagt da gucken wir mal drauf Was ist der Leaky Gutt genau?

00:34:28: muss man ein bisschen näher insofern erklären, dass die ... Ich hatte ja gesagt wir haben mehrere Schichten.

00:34:33: Wir haben dieses Mikrobiogen, wir haben das Schleimhaut und dann die Darmbarriere.

00:34:37: Die eigentliche, die eigentlichen Barrierezellen Das ganze System wird normalerweise als Darmbariere bezeichnet.

00:34:43: aber ich nehme jetzt einfach nur mal einen Ausschnitt und habe mich die tatsächlichen Barrieren zählen, die wir Enterocytin nehmen nennen.

00:34:50: Und diese Zellen, die liegen nebeneinander, die sollen die barriere herstellen zwischen dem darminneren und den körperinneren.

00:35:00: Und diese Zellen, die kleben aber nicht wie mit Thesa verklebt oder mit Uhu verklebelt aneinander sondern sie haben sogenannte Verbindungsproteine.

00:35:11: Diese Verbindungsproteine, die nennt man tight junctions das sind Proteine die wie Schiebetüre funktionieren.

00:35:19: Diese Schiebeteuren müssen natürlich so programmiert sein bis zum einen natürliche Lebensmittel, Nahrungsinhaltsstoffe, Schwurnelemente und Proteine

00:35:32: usw.,

00:35:33: dass die in den Körper hineindürfen.

00:35:36: Und andere toxische Substanzen abgewert werden.

00:35:41: Das heißt ... Die Damparriere bestimmt letztendlich die guten ins Töpfchen, die schlechten ... Nee, wie hieß es noch mal?

00:35:48: Diese Bonduell-Werbung.

00:35:49: Die guten ins Kröpfeln, die Schlechten ins Stöpfel.

00:35:52: Anders rum, glaube ich.

00:35:53: Ja, anders

00:35:54: rum, ja auch immer!

00:35:56: Aber letztendlich findet dann an dieser Barriere die Kontrolle statt.

00:36:00: Ist das jetzt ein Inhaltsstoff, den wir selber nutzen können im Körper als Spundenelement oder als Mineralstoff?

00:36:11: Oder eben in den Körper einbauen können als Aminosäure?

00:36:16: Oder ist es eine Substanz, die abgewert werden muss?

00:36:20: Wie genau diese Kontrolle startfindet, das ist wirklich ein fantastisches Gebiet wo es auch noch nicht final genau zu erklären ist, wie das Ganze abläuft.

00:36:30: Ich will Ihnen nur mal einen Hinweis geben und zwar umso natürlicher die Lebensmittel, um so älter die Apfelsort also umso weniger gezüchtet, umso besser verträglich sind oft die Lebensmitteln, die wir vom Baum ziehen oder aus dem Boden ziehen.

00:36:52: Da haben wir natürlich sehr viel im Laufe der Jahrtausende herum experimentiert, gezüchtet

00:36:58: usw.,

00:37:00: sodass wir z.B.

00:37:01: mehr Zuckergehalt bekommen und dass dann eben zum Beispiel weniger sekundäre Pflanzenstoffe dort gebildet werden.

00:37:08: Und so weit will ich jetzt gar nicht soweit ausschweifen.

00:37:11: also Likigut bedeutet letztendlich das diese Schiebetüren von denen ich gerade gesprochen habe was die einfach länger auf sind Die älteren Semester kennen.

00:37:21: Wir haben vielleicht noch Raumschiffenterpreis im Kopf.

00:37:26: Was mussten da die Besatzung tun?

00:37:29: Sie mussten immer so ein Code eingeben, bevor dann die Schiebetür aufgeht.

00:37:35: Dieser Code ist letztendlich der Code in Anführungsstrichen des Lebens weil dieser Code lässt bestimmte Inhaltsstoffe zu und bestimmten Inhaltschaften müssen abgewehrt werden.

00:37:45: Und wenn jetzt toxische Substanzen?

00:37:50: das könnte jetzt zum Beispiel Glyphosat sein Also eine Umweltchemikalie oder ein Pflanzenschutz-Gift in diesem Fall.

00:38:01: Das könnte zum Beispiel Arsene aus Reis sein, Arsène ist ein toxisches Substrat was natürlicherweise in vielen Reissorten enthalten ist.

00:38:10: Diese Substanzen sollten wir natürlich besser nicht aufnehmen.

00:38:14: Wenn jetzt aber die Schiebetüren gestört sind und wenn sie zu lang auf sind Das Fenster, die Tür ist auf.

00:38:23: Dann können diese Substanzen natürlich auch leichter ins Körperinnere eindringen und im Körperinneren haben wir dann das Problem dass diese Substanzen wieder entgiftet werden müssen.

00:38:32: deswegen steht der Darm auch sehr stark in Verbindung mit Entgiftungsprozessen Und es da natürlich je nach Situation auch zu Überforderung kommen kann.

00:38:41: Wir können dadurch bestimmte Entgiftsproblematik entwickeln und und und Deswegen ist es so richtig egal welche komplexe Gesundheitsstörungen man im Blick hat behandelt, saniert wie auch immer.

00:38:57: Dass der Darm hier immer integrativ eine ganz große Rolle spielt die Ernährung natürlich logischerweise eine Rolle spielt weil die Nahrungsinhaltsstoffe durch den Magendamntrakt in die Blutgefäße überführt werden und das sollte natürlich bestmöglich ablaufen.

00:39:12: ich gebe jetzt nochmal ein letztes Beispiel.

00:39:15: wir waren ja vorhin bei Gluten.

00:39:18: Gluten, glutenarme Ernährung kennt inzwischen jeder.

00:39:20: die Supermärkte sind voll davon.

00:39:23: Warum gibt es überhaupt eine glutenarme Ernährungs- oder nicht glutenhaltige Ernährungen?

00:39:29: Es hängt damit zusammen dass ein italienisch stammender Forscher der Alessio Fasano vor über dreißig Jahren schon ganz zufällig dieses Molekülgluten als Darm toxisch identifiziert hat und zwar Stimuliert.

00:39:49: dieses Glutenmolekül, es ist ein Teil dieses Glutensmolecules nämlich Gliadin stimuliert den Rezeptor Zonolin.

00:39:59: Zonoline ist so eine Art Schlüssel der die Tür aufmacht für die Schildetüren und dieser Rezeptoren liegt oben an der Omafläche dieser Darmbarrierezellen.

00:40:14: Und wenn jetzt dieses Glutenmolekül, dieses Teilprotein, nämlich Gliadin in die Nähe des Zulolins kommt, dann wird diese Darmbarriere geöffnet.

00:40:26: Das hat der damals der Alessio Fasano durch Forschung immer mehr erklären können.

00:40:32: umso mehr Glutenbeessen und Sorgenhöfe für eine Barrierestörung.

00:40:37: Der eine merkt davon jahrelang nichts, jahrzehntelang nicht.

00:40:41: Der nächste merkt es sofort weil er auch eine genetische Wie soll ich das ausdrücken?

00:40:49: Wulnerabilität, also eine genetische Schwäche in Anfolgen sprechen hat.

00:40:53: Wo das Darmassozierteimmunsystem sofort darauf reagiert und dadurch – das wissen wir bei Zöliakii ist es ganz extrem ausgebildet – bei einer Weizen-Sensitivität oder bei einer Nicht-Zöliaki-Weizen-sensitativität wie wir in der Fachsprache sagen, da reagiert man halt relativ schnell auf Bluteen Und wenn man relativ wenig Gluten über die Nahrung aufnimmt, dann reagiert man auch nicht.

00:41:21: Das nennen wir heute Glutain-Intoleranz.

00:41:23: aber vielleicht das auch noch mal klar gesagt habe ich im Buch so ganz klar beschrieben.

00:41:27: Im Prinzip ist jeder Mensch auf diesem Planeten gluten intolerant.

00:41:33: Es gibt nur sehr viele Menschen die Toleranz sind gegen Glutänen und es gibt einige wenige Prozentzahlen die eben sehr schnell darauf reagieren.

00:41:42: Aber jetzt kommt's Umso mehr man den Darm stört über die Jahre hinweg, Stichwort Fünfzig plus, Sechzig Plus.

00:41:53: Die Darmsituation wird immer schlechter weil zum Beispiel auch im Altersgang das Mikrobiom sich verändert.

00:41:59: dann führt es immer mehr dazu dass diese diese Darmbarriere dysbiotisch wird und dann haben wir immer mehr auch Abwehrreaktionen des darm-assoziierten Immunsystems.

00:42:14: Klienten, Axel die konnten nur noch zehn Nahrungsmittel vertragen.

00:42:19: Das ist natürlich schon echt eine Aufgabe dann diese Resilienz im Darm wieder nach und nach aufzubauen so ähnlich wie als hätte man sechs Wochen im Krankenhaus gelegen wäre immobil gewesen.

00:42:32: und jetzt muss man so nach und Nach den Körper wieder aufbauen.

00:42:35: Die Knochensubstanz, die Muskelsubstanz bis man da ist Wo man vielleicht vorher war, das dauert dann Monate und so muss man es beim Damen auch eben sehen.

00:42:44: Wenn eine Mikroökologie gestört ist, wenn man einen leaky Gad hat, dann braucht es eben nicht Tage sondern es braucht teilweise Wochen oder Monate bis man die Situation wieder komplett saniert hat

00:42:57: Und dazu wollen wir eigentlich gar nicht erst kommen lassen dass man nur noch zehn Lebensmittel verträgt.

00:43:03: Von daher liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer Ein ganz, ganz interessantes und auch ganz wichtiges Buch für euch alle.

00:43:11: Auch für die Experten da draußen, für die Therapeuten, auch für die Fachexperten... Am vierzehnten Oktober, das hatten wir glaube ich in dieser Folge noch nicht erwähnt, am vierzehnten Oktober diesen Jahres also zwanzig sechsundzwanzig kommt das Buch in den Handel.

00:43:25: Ihr könnt es jetzt schon vorbestellen.

00:43:27: an allen bekannten Online-Händlern ist es zu kriegen oder vorzubestellen auch in den Buchhandlungen.

00:43:33: von daher leg ich euch oder legen wir euch das Buch mal ganz wärmstens ans Herz.

00:43:40: und Jens an dieser Stelle vielen vielen Dank für deine unglaublich große Expertise, die natürlich sich auf den mehr als dreihundert Seiten auch wiederfindet.

00:43:51: Von daher ist das Buch eigentlich für jeden quasi ein Pflichtprogramm für unsere Hörer sowieso.

00:43:58: Vielen Dank euch da draußen fürs Zuhören!

00:44:01: Das Buch verlinken wir in den Show Notes und alle Informationen dazu kriegt ihr auch in den show notes.

00:44:08: abonniert den newsletter.

00:44:09: lasst uns einen Like da eine fünf Sterne Bewertung wo immer ihr uns hört.

00:44:14: Und vielen Dank fürs Zuhören.

00:44:16: und vor allen Dingen bleibt gesund bis zum nächsten Mal.

00:44:19: Macht's gut, bis dahin tschau-tschau und tschüss!

00:44:41: Rüfe genau was dir versprochen wird und nimm deine Gesundheit selbst in die Hand.